Make-up-Looks: Von ägyptischem Kajal bis zum Clean-Girl-Trend 2024

Im Alten Ägypten um 4000 v. Chr. trugen Menschen bereits Kajal um die Augen. Make-up-Looks sind gestaltete Gesichtsbemalungen, die die Erscheinung betonen oder verändern. Sie reichen von natürlich bis dramatisch und dienen dem Alltag, Events oder der Kunst.

Wie Make-up-Looks entstehen: Von der Idee zum fertigen Gesicht

Professionelle Make-up-Looks beginnen meist mit einer Grundierung. Primer, Foundation und Concealer schaffen eine gleichmäßige Basis. Danach folgen Lidschatten, Eyeliner und Lippenstift. Die Auswahl der Farben und Techniken bestimmt den Stil.

Der „Euphoria“-Look aus dem Jahr 2019 brachte Glitzer und bunte Akzente in den Mainstream. Pat McGrath, die als einflussreichste Make-up-Artistin der Moderne gilt, hat viele dieser Looks mitgeprägt. Ihre Arbeit zeigt, wie viel Planung in einem einzigen Look steckt.

Ein aktuelles Beispiel ist der „Latte Make-up“-Trend 2024. Er setzt auf braune Töne und ein warmes Finish. Die Entstehung solcher Looks folgt oft sozialen Medien, wo Influencer neue Techniken verbreiten.

Wie Make-up-Looks in verschiedenen Regionen und Kulturen aufgenommen werden

Make-up-Looks variieren kulturell stark. In Japan ist der Geisha-Look mit weißem Gesichtspuder und roten Lippen traditionell. In Indien verwenden Frauen Henna für kunstvolle Muster auf Händen und Füßen. Diese Stile haben tiefe kulturelle Wurzeln.

In westlichen Ländern dominieren aktuell der „Clean Girl“-Look und „Glass Skin“. Der Clean-Girl-Look wurde in den 2010ern durch Social Media populär. Er betont minimale, strahlende Haut. Der Glass-Skin-Trend aus Korea zielt auf ein glasartig glänzendes Hautbild ab.

Die Rezeption solcher Looks ist nicht überall gleich. Während in Europa natürliche Looks bevorzugt werden, lieben südamerikanische Länder oft kräftige Farben. Diese Unterschiede zeigen, wie stark Make-up von regionalen Schönheitsidealen geprägt wird.

Häufige Missverständnisse über Make-up-Looks – und was wirklich stimmt

Viele glauben, dass Make-up-Looks immer viel Zeit brauchen. Das stimmt nicht. Der „No-Makeup“-Look benötigt nur wenige Produkte und Minuten. Er wurde in den 2010ern populär und täuscht eine ungeschminkte Haut vor.

Ein weiteres Missverständnis: Contouring sei nur für Profis. Contouring wurde durch Kim Kardashian und Kylie Jenner ab 2015 weltweit bekannt. Tatsächlich kann jeder mit einem dunklen und einem hellen Puder einfache Konturen setzen. Es erfordert etwas Übung, ist aber kein Hexenwerk.

Manche denken auch, dass rote Lippen nur abends getragen werden. Rote Lippen sind seit den 1950ern ein zeitloser Klassiker, verstärkt durch Hollywood. Sie passen zu jeder Tageszeit, wenn der Rest dezent bleibt.

Fachbegriffe rund um Make-up-Looks einfach erklärt

Der Begriff „Primer“ bezeichnet eine Grundierung, die die Haut glättet und die Haltbarkeit des Make-ups verlängert. „Foundation“ ist die flüssige oder cremige Basis, die den Hautton ausgleicht. „Contouring“ meint das Modellieren des Gesichts mit hellen und dunklen Tönen.

„Highlighting“ setzt Glanzlichter auf hohe Gesichtspartien wie Wangenknochen. „Strobing“ ist eine intensivere Form des Highlightens ohne Contouring. „Baking“ ist eine Technik, bei der loser Puder einige Minuten auf der Haut einwirkt, um ein mattes Finish zu erzielen.

Der „Smokey Eye“ ist ein dunkler, verwischter Lidschatten-Look, der oft für Abendveranstaltungen verwendet wird. „Cut Crease“ bezeichnet eine scharfe Lidfalte, die durch Concealer oder hellen Lidschatten betont wird. Diese Begriffe helfen, Looks präzise zu beschreiben.

Begriff Bedeutung
Primer Grundierung für längere Haltbarkeit
Contouring Modellieren mit hellen/dunklen Tönen
Smokey Eye Dunkler, verwischter Lidschatten-Look
Baking Einwirken von losem Puder für mattes Finish

Frequently Asked Questions

Wann entstand der erste dokumentierte Make-up-Look?

Die ältesten Make-up-Funde stammen aus dem Alten Ägypten um 4000 v. Chr. Dort wurde Kajal verwendet, um die Augen zu betonen. Auch Lippen und Wangen wurden mit Rötel gefärbt.

Was ist der Clean-Girl-Look?

Der Clean-Girl-Look ist ein minimaler Make-up-Stil, der in den 2010ern durch Social Media populär wurde. Er betont strahlende, gepflegte Haut mit leichter Foundation, getuschten Wimpern und einem Hauch Lipgloss.

Wie unterscheidet sich der Euphoria-Look vom klassischen Smokey Eye?

Der Euphoria-Look aus der Serie von 2019 verwendet bunte Glitzer, Strasssteine und leuchtende Farben. Der klassische Smokey Eye ist dunkel, verwischt und meist in Grau- oder Brauntönen gehalten. Beide betonen die Augen, aber der Euphoria-Look ist verspielter.

Wo liegt der Ursprung des Glass-Skin-Trends?

Der Glass-Skin-Trend stammt aus Südkorea. Er zielt auf ein glasartig glänzendes, porentreines Hautbild ab. Erreicht wird dies durch intensive Feuchtigkeitspflege, leichte Foundations und Highlighter.

Was ist eine gute Alternative zu tierversuchsfreien Make-up-Looks?

Viele Marken bieten tierversuchsfreie Produkte an, zum Beispiel aus der „Clean Beauty“-Bewegung. Alternativ kann man auf mineralisches Make-up zurückgreifen, das oft ohne Tierversuche auskommt. Auch selbstgemachte Looks mit natürlichen Zutaten wie Rote-Bete-Saft sind möglich.


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